STRAMU 2004 in Würzburg (26. / 27. Juni)

Erstmals ein Straßenmusikfestival in Würzburg

Aus Anlass des Stadtjubiläums Würzburg fand erstmals ein Straßenmusikfestival in Würzburg statt. Am 26. und 27. Juni 2004 wurde die komplette Innenstadt in der Fußgängerzone zu einer großen Bühne für Straßenmusiker und Straßenkünstler aus ganz Deutschland. Am Abend des 26. Juni fand der große Feuerzauber am Main statt. Dort unterhielten die Künstler des MainPOP-Straßenmusikfestivals die wartenden Zuschauermassen (40.000 Besucher kamen allein Samstagabend an den Main)

Sogar das Jubiläums-Bahnhofsfest wurde mit dem Feuerzauber durch das erste Straßenmusikfestival in Würzburg verbunden: um 10 Uhr beginnend mit Straßenkünstlern auf dem Bahnhofsfest wurde den ganzen Tag auf 12 Plätzen in der Fußgängerzone durch Artisten, Musiker und Tänzer die Innenstadt in eine große Festivalbühne verwandelt. Samstagabend setzten sich mit einem fröhlich-lauten Umzug die Künstler vom Bahnhof in Richtung Main in Bewegung, um die Straßenkünstleraktionen auf dem Feuerzaubergelände fortzusetzen und sorgten auch dort für südländisches Flair.

Am Sonntag ging es von 10-22 Uhr auf 11 Plätzen weiter. Über 300 Künstler in 65 Gruppen aus Deutschland, Belgien, Weißrussland, Kongo, Schweiz, Österreich und Amerika kamen nach Würzburg, um das Stadtjubiläum und besonders dieses Wochenende zu bereichern.

Ohne Bühne und meist unplugged spielten Bands aller Stilrichtungen, von Quaad H. über Flic Flac Flop, die Band der Lebenshilfe Würzburg. Da gab es amerikanischen Bluegrass, viel Jazz, Rock, Pop, bis hin zur Eibelstadter Guggemusik und natürlich viel echte Straßenmusik und Songwriter. Tanz war von Salsa bis Square Dance ebenso vertreten wie Zirkus-Artistik und als ein ganz besonderes Highlight beeindruckende Vertikaltuchakrobatik mit koreanischer Fasstrommel aus Berlin. Auf fünf Musikplätzen reichten die Sparten von „Liedermachern" über „Ethno & Drums" bis hin zu „New Sounds". Für Kinder und Familien gab es auf drei Plätzen, die von früh bis spät bespielt wurden ebenfalls ein reichhaltiges Programm: internationale Clowns, Straßenzauberei, Marionettentheater, Kinderlieder und Clowntheater. An Barbarossa- und Sternplatz boten die „bunten Plätze" ein besonders vielfältiges Programm.

Der Eintritt war natürlich frei. Übrigens erhielten die Künstler keine Gage, sondern das Publikum brachte sein Wohlgefallen mit einer kleinen oder großen Münze in den Hüten zum Klingen.
Fahrtkostenerstattungen für die Künstler ermöglichten maßgeblich der Bezirk Unterfranken und der Culture Scene Fonds Bayern. Und doch: schon dieses erste Festival kam dermaßen gut an, dass nicht nur die Künstler mit den „Hut" zufrieden waren, sondern das Festival wieder stattfinden muss.