STRAMU 2007 in Würzburg (08. / 09. September 2007)

Das war eines der schönen Festivals dieses Jahr“ sagt Carlos Justiniano - einer der Publikumsfavoriten - über das 4. internationale Straßenmusikfestival am 08./09. September 2007 in Würzburg. Mit seiner meditativen Folklore eröffnete er musikalisch den umgestalteten Schenkhof unter dem Grafeneckart.

Auf weiteren 15 Plätzen in der Fußgängerzone erklangen australische, karibische, afrikanische und europäische Sounds aller Art. Die 300 Künstler aus 15 Ländern brachten nicht nur ihre Musik in die schöne Stadt am Main, auch Street-Comedy mit atemberaubenden Jonglage-Shows und leises Straßentheater zum Lachen und Nachdenken. Auch junge Nachwuchskünstler zeigten ihr Können. „Das Konzept ist voll aufgegangen,“ bemerkt Antje Molz, Organisatorin und Initiatorin des Festivals; „die Stadt ist voller Menschen und selbst am Einkaufs-Samstag ist der Anteil an Festivalpublikum deutlich höher als in den letzten Jahren“.

Dass die Künstler im Mittelpunkt stehen und ohne Bühne im direkten Kontakt mit dem Publikum agieren, zeichnet das STRAMU genauso aus wie die Mischung aus weitgereisten Profis und der ganzen pflasterfähigen Kultur aus der Region. Die Hälfte der Künstler kam aus Unterfranken und brachte auf Flöten, Gitarren, Blechblasinstrumenten und Trommeln Musik und Tanz in die Innenstadt. Songwriter waren ebenso vertreten wie Klassik-Duos, Jazz, Samba, laute Guggemusik und leise Töne auf der Harfe.

Und es wurde erstmals ein Nachwuchspreis ausgelobt, den die Sparda-Bank mit 1.500,- ¤ dotierte. Aus Sprayern, HipHoppern, Blasmusikorchestern, akustischen Musikern und Artisten kamen 5 Gruppen im Finale. Auf der Sparda-Open-Air-Gala entschied sich dann das Publikum per Applaus für den Jongleur Matthias Romir als den 1. Sparda-Nachwuchspreisträger. Zum Abschluss des STRAMU gab es noch eine fulminante Feuershow von der australisch-österreichischen Gruppe SOLAR. Dann kehrt wieder Ruhe ein in die Würzburger Innenstadt und es wird sich zeigen, ob sich nun mehr Straßenmusiker nach Würzburg trauen.