STRAMU 2005 in Würzburg (10. / 11. September)

Dauerregen bei unserem 2. Strassenmusikfestival!

Herzlichen Dank an die Musiker, die sich nicht von Nässe und Dauerregen beeindrucken ließen! Die ihre einfühlsamen Balladen oder knackigen Rocknummern mit ihrer ganzen Anteilnahme spielten.

Mit so viel Seele und Herz, dass viele Passanten das Hundewetter ganz vergessen hatten.
Wir hatten an diesem verregneten Wochenende wohl sicher nur Künstler, denen es viel mehr um ihre Beiträge ging als um die Groschen im Hut! Wer sich Zeit genommen hat und alle Plätze (und zum richtigen Moment) aufsuchte, hat unweigerlich gespürt, dass einige Musiker anwesend waren die auch größeren Konzertsälen alle Ehre gemacht hätten! Für mich persönlich war es rührend anzusehen, wie die Musiker in ihren Klängen aufgingen, sich stundenlang in ihrer Musik vertieften und das miese Wetter teils gar nicht wahrnahmen. Aus Gesprächen mit einigen Künstlern weiß ich, dass die widrigen Bedingungen auch ihre Vorteile hatten. Die "Virtuosos" kamen freudestrahlend am Sonntagabend zum Festivalzelt und meinten schon sehr lange nicht mehr so schön gespielt zu haben! Andere lobten die Ruhe in der man auch mal leise Töne wahrnehmen konnte. Es wird auch am spärlichen aber erlesenen Würzburger Publikum gelegen haben. Denn wer sich bei solch einem Sauwetter hinstellt und zuhört, dem sind die Beiträge wichtig, nicht nur schnell shoppen und Eis essen!

Doch die Comedy-Stars sorgten schon dafür,dass es nicht nur beschaulich zuging! "Miss Minetti" und Kollegen hatten sogar bei Regen guten Zuspruch. Und wer die grooves von "Äl Jawala" hörte, tanzte sowieso auf der Stelle. Übrigens, liebe Mitmusiker, hier hättet ihr einen Ausnahmebassisten von Weltrang erleben können!!!
Natürlich war nicht alles eitel Sonnenschein!

Etliche Gruppen kamen bei dem Wetter erst gar nicht angereist, so dass das komplette Programm immer wieder spontan umgestaltet werden musste. Die Pavillons reichten nicht aus, aber einige verständnisvolle Geschäftsleute stellten spontan überdachte Flächen für die Künstler zur Verfügung. (Danke, ORSAY, H&M, und Cafe Scala!)

Ich konnte es zwar nicht nachvollziehen, aber unser Catering muss echt herb gewesen sein! Der Boss der Guggemusik (extra den Urlaub für das StraMu abgebrochen!) konnte seine Crew nach dem Versuch der Einnahme einer verdienten Mahlzeit nicht mehr halten, sodass sie empört wieder abreisten. Natürlich gingen diese Probleme nicht unberührt am StraMu-Team vorbei! Vor allem die (ehrenamtliche!!!) Hauptorganisatorin Antje musste sich immer wieder das selbe Lamento anhören! Beim Abbau in Nacht und Platzregen demolierten wir dann auch noch den Pavillon von Sabine! (Sorry Sabine, aber da hat so ein Nippel einfach nicht nachgeben wollen...) In dem Moment hatte ich echt keine Lust mehr auf StraMus!

Doch jetzt, wo die Klamotten wieder trocken sind und der ganze Ramsch aufgeräumt ist (hoffentlich!), möchte ich die gewonnenen Eindrücke nicht missen und freue mich eigentlich schon aufs nächste Jahr! Nach diesem Scheißwetter haben wir wenigstens für die nächsten 10 Jahre Sonnenschein und blauen Himmel für unser StraMu verdient! Danke Antje!

Peter Näder, Popularmusikbeauftragter des Bezirks Unterfranken